Kunst – Menschen – Macht. Schloss Schönhausen als Tatort der NS-Aktion „Entartete Kunst“

Datum: Sa., 05.09.2026, 10:00 • So., 06.09.2026, 10:00 • Mo., 07.09.2026, 10:00 • Di., 08.09.2026, 10:00 • Mi., 09.09.2026, 10:00

Ort: Schloss Schönhausen

Veranstalter: Balloon Events Network

Kategorien: culture, knowledge

Eine neue Erweiterung der Dauerausstellung zeigt ab dem 12. Juni 2026 die Geschichte des Schlosses Schönhausen im Nationalsozialismus: Zwischen 1938 und 1940 lagerten in Schloss Schönhausen rund 3.750 Kunstwerke, die zuvor im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ aus deutschen Museen beschlagnahmt worden waren. Von hier aus sollten sie „verwertet“ – das heißt, gegen Devisen ins Ausland – verkauft werden.Mit der Ausstellungserweiterung gibt Schloss Schönhausen Einblick in die Kunstpolitik des Nationalsozialismus und thematisiert seine Rolle als wichtiger Schauplatz der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“. Damit wird die bestehende Dauerausstellung – von der Nutzung des Schlosses als Sommerresidenz der Königin Elisabeth Christine bis zum Gästehaus der DDR-Regierung – ergänzt und eine Lücke in der Darstellung der Geschichte des Ortes geschlossen werden. Die Ausstellung wird im Frühjahr 2026 im Rahmen des SPSG-Themenjahres „Kunst | Politik“ eröffnet. Die Aktion „Entartete Kunst“ in Schloss Schönhausen: In fünf Räumen können Besucher:innen das Geschehen im Schloss erkunden. Sie lernen ausgewählte Akteur:innen der „Verwertung“ kennen und erfahren, wie der Verkauf organisiert und umgesetzt wurde. Sie bekommen Einblick in die Biographien, die Motivation und die Handlungsspielräume der beteiligten Personen, der Mitarbeiter:innen der Verwaltung, der Händler, die die Kunstverkäufe vermittelten, der Sammler:innen, die die im Schloss gelagerten Kunstwerke kauften. Ein Raum ist den betroffenen Künstler:innen gewidmet. Dort werden exemplarisch die Schicksale einiger Künstler:innen vorgestellt und ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit Tagebüchern und Briefen zugänglich gemacht. Ausgewählte Original-Kunstwerke und die Schilderung ihrer Wege nach der Beschlagnahmung veranschaulichen die Facetten der Kunstpolitik des Nationalsozialismus und ihrer Folgen. Kuratiert von Dr. Ulrike Schmiegelt-RietigEine Dauerausstellung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)Die Ausstellungserweiterung wurde gefördert mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin.(Quelle: visitberlin.de)

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