studio ASYNCHROME: „ECHO“ – Kunst in Leibnitz
Datum: Fr., 11.09.2026, 18:30
Ort: Bahnhofstraße
Veranstalter: Balloon Events Network
Kategorien: culture
Zeichnung, Fotografie studio ASYNCHROME ist ein 2013 von Marleen Leitner und Michael Schitnig gegründetes transdisziplinäres Experiment. In Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation und Animation erforscht das Kunstduo urbane Räume, digitale Transformationen und gesellschaftliche Utopien. Ihre Arbeiten verbinden analoge und digitale Verfahren, oft in fragmentarischer Form, und entwickeln so eigene visuelle Narrative und Dispositive zwischen Stadtforschung, Imagination und spekulativer Kritik. Internationale Ausstellungen führten studio ASYNCHROME u. a. zur Expo 2025 Osaka, Expo 2020 Dubai, Austrian Cultural Forum Tokyo, Austrian Cultural Forum New York , Ex Elettrofonica Gallery Rom, National Museum Oslo, Design Week Beijing, Mark Rothko Museum Daugavpils, National Gallery Amman, Architekturzentrum Wien, BRUSEUM / Neue Galerie Graz, Kunsthaus Graz. Für ihre Arbeit erhielten sie mehrfach Preise und Auszeichnungen. „ECHO“ Reduktion bedeutet dabei nicht nur ein Zurücknehmen, sondern auch eine fokussierte Narration: Wie in der Fotografie, die durch das gewählte Bildfeld immer einen Ausschnitt gesellschaftlicher Wirklichkeit zeigt, wird auch in der Zeichnung und im Dispositiv ein fragmentarischer Blick formuliert – ein extrahierter Moment, der größere Zusammenhänge sichtbar macht. Die Ausstellung Echo begreift diesen Prozess als Resonanzraum: eine Echokammer, in der Informationen, Licht, Fotografie und Zeichnung sich gegenseitig zurückwerfen und transformieren. Dabei wird auch auf jene gesellschaftlichen Echokammern verwiesen, in denen sich Diskurse und Meinungen verdichten, verengen und gleichzeitig vervielfältigen – ein Spiegel für die Ambivalenz von Resonanz und Isolation, von Verstärkung und Fragmentierung. Echo bezeichnet hier nicht das bloße Wiederholen, sondern den Nachhall – das Widerklingen des Gezeigten im Ungesagten, das Resonanzfeld zwischen analogem Strich und digitalem Pixel, zwischen Materialität und Licht. Was als Echo bleibt, ist eine Spur, die aus Fragmenten neue Zusammenhänge sichtbar werden lässt – eine künstlerische Reflexion jener medialen wie gesellschaftlichen Räume, in denen Stimmen sich vervielfachen und Wahrnehmungen neu geformt werden.
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